Wie alles begann 2016


Da es hier lange ruhig war, möchte ich ein wenig erklären wie es dazu kam, was in der Zwischenzeit passiert ist und in Zukunft wieder weiter schreiben.

Beim durchlesen der letzten Beiträge ist mir aufgefallen, dass sich die Energie abrupt ändert ab September 2012. In diesem Monat hat mein Vater den Kontakt zu mir abgebrochen und man merkt, dass dies für mich ein lebensveränderndes Ereignis war. Danach folgen nur noch unregelmäßige Beiträge bis zum September 2014, in dem ein weiteres lebensveränderndes Ereignis für mich stattfand. Das Ende meiner damaligen Beziehung.

Das hat mich in den folgenden Monaten  ziemlich aus der Bahn geworfen. Glaubte ich, im September noch, auf meinem Weg, mit dem Universum verbunden und schon recht weit zu sein, war ich plötzlich wieder im Nebel und im Dunkeln angekommen. Mir ging es sehr lange, sehr schlecht und ich hatte keine Kraft und Energie um weiter zu schreiben. Worüber auch. Wenn man in den Krisen steckt, muss man erst ein bisschen Abstand dazu haben um wieder klarer sehen zu können.

Ich fiel 2015 zurück in sehr viele alte Gewohnheiten, aß wieder Fleisch, trank wieder öfter Alkohol, wollte mit dem ganzen sprituellen und bewussten Kram nichts mehr zu tun haben. Immerhin war das, so dachte ich in dem Moment, dafür verantwortlich, dass ich mich in eine Richtung entwickelte die dazu führte, dass man sehr intuitiv ist, auf sein Herz hört und Beziehungen eben beendet wenn man das Gefühl hat, die gemeinsame Zeit ist vorbei und um sich weiter zu entwickeln, müssen beide getrennte Wege gehen. Und die Trennung entpuppte sich als eines der schmerzhaftesten Erlebnisse meines Lebens.

So ganz konnte ich diese Seite, die sich ja im Prinzip ab meiner Krebserkrankung 2011 entickelte (was ihr hier schön mitverfolgen könnt), aber nie ganz unterdrücken. So war ich im Juni / Juli 2015 wieder mit der gleichen Reisegruppe, mit der ich auch in Südengland war, unterwegs. Diesmal in Südfrankreich. Und es war eine wundervolle, zauberhafte und magische Reise.

Etwas mehr als einen Monat später lernte ich dann meinen jetzigen Freund kennen. Leider muss man dazu sagen, dass er etwas zuckersüchtig ist und nicht besonders auf seine Ernährung achtet (dabei trotzdem extrem schlank ist). Das kam mir aber recht gelegen, da ich da ja eh zu dem Zeitpunkt nicht wirklich viel Wert drauf lag. Im Mai des Jahres war ich immerhin einmal bei 75,9 kg, so wenig, wie seit Jahren nicht mehr. Also aß ich fleißig mit, wenn es Süßes oder Fast Food gab. Man muss sich schließlich auch mal gönnen.

Die Wochen gingen ins Land. Die Hosen wurden enger. Ich weichte auf Röcke aus (man kann sich ja lange selbst bescheißen). Dann gab es zwei Erlebnisse, die sich mir eingeprägt haben. Mein Freund ist Klavierlehrer und wir waren eines Sonntags Nachmittag auf einer Veranstalltung einer seiner Musikschulen. Ich trug eine Hose die eigentlich Boyfriend Style sein sollte, die knalle eng war. Mehr passte nicht. Nun ist es bei mir so, dass mein Gesicht sehr lange, sehr schmal bleibt. Wenn ich unten rum eine 44 trage, könnte man im Gesicht denken es ist eine 38, maximal 40. Einen Ganzkörper Spiegel hatte ich nicht zu Hause und ich sah mich damals in der Spiegelung einer Scheibe und dachte das erste mal „Was ist denn da passiert?“.

Das zweite Erlebnis war, dass ich über die Straßenbahnschienen gehen wollte. Dieses Erlebniss habe ich bisher nur mit sehr wenigen geteilt, weil ich mich sehr lange sehr dafür geschämt habe. Aber die Philosophie die ich hier auf dem Tagebuch verfolge ist, mit euch offen und ehrlich meine Erlebnisse zu teilen, denn ich weiß, dass es dem ein oder anderen helfen könnte. Wir sind ja alle nur Menschen 😉 Ich ging also über die Straßenbahnschienen, bin irgendwie umgeknickt und landete auf meinem Po. Mit hinfallen in der Öffentlichkeit hab ich noch nicht so das riesen Problem. Das war eher, dass ich mittlerweile so viel wog, dass mein Bauch wieder so groß war, dass ich mich nicht so leicht wieder aufraffen konnte. Und so saß ich da. Wie ein dicker Käfer der auf seinen Panzer gefallen ist und nun nicht mehr auf die Beine kommt. Ich musste mich erst auf die Seite drehen, und konnte dann aufstehen. Das wars. Jetzt musste ich aktiv werden!

Das war im März 2016. Heute ist der 15.01.2017. Mittlerweile bin ich so leicht wie lange nicht mehr. Über 17 kg habe ich bereits abgenommen und es werden bis Ende des Monats noch ein paar dazu kommen. Das letzte Jahr hat mich und  meinen Körper wieder in Balance gebracht. Auch meine Ängste haben sich massiv verringert und ich fühle mich so gesund wie lange nicht mehr. Wie ich all das gemacht habe, möchte ich ab sofort wieder mit euch teilen und ich freue mich über jeden, den ich vielleicht ein wenig inspirieren und motivieren kann, die beste Version seiner selbst zu werden.

 

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