Südengland Reise 2014 Teil 1 – Glastonbury & Stonehenge

Diese Reise hat so viele innere Prozesse angeregt, dass ich sie gerne mit euch teilen möchte. In diesem Teil werde ich ein wenig über Glastonbury und Stonehenge berichten. Im zweiten Teil gibt es dann den Rest des Reiseberichtes und einen kleinen Einblick über das, was dadurch bei bzw. in mir passiert ist 😉 Auf jeden Fall kann ich diese Reise jedem empfehlen, egal in welcher Phase und Situation er sich gerade befinden. Schon vorweg kann ich sagen, dass diese Reise mir persönlich eine Menge Klarheit und viel Vertrauen in das Leben gegeben hat…

Alles fing vor einem Jahr an. Ich hörte die Hörbücher der Avalon Reihe von Marion Zimmer Bradley und wusst plötzlich „Ich muss nach Südengland“. Warum genau konnte ich nicht sagen, aber es fühlte sich richtig und wichtig an. Also suchte ich im Internet einfach ganz platt nach einer Avalon Reise und wurde recht schnell fündig. Die eine Reise wurde von einem Reiseveranstalter geführt, die andere von einer privat Person. Nachdem ich beiden Reisen verglichen hatte, entschied ich mich für die „Geomagische Reise“ mit Martin Voltersen. Sowohl die Programmpunkte, als auch der Preis und der Fakt, dass kein großer Reiseveranstalter dahinter steckt sprachen mich mehr an, als bei der anderen Reise.

Treffpunkt war am Samstag Abend in London. Von dort ging es mit dem Taxi nach Glastonbury. Die Fahrt dort hin mit dem Sonnenuntergang und der zunehmenden, schmalen Mondsichel war schon magisch und die Vorfreude auf die kommende Woche stieg. In Glastonbury kamen wir im Dunkeln an. Zu zweit waren wir jeweils in einem Gästehaus untergebracht. Viel erkennen konnte man im Dunkeln noch nicht, aber der Gastgeber des Haydn Haus in dem ich untergebracht war, war sehr nett und es duftete herrlich im Empfangsraum. Simone, mit der ich mir mein Zimmer teilte bekam das Lavendel Zimmer. Ich bekam das gesamte oberer Stockwerk, bestehend aus einem Doppelzimmer und einem Bad. Als ich mich etwas einrichtete, hatte ich gleich das Gefühl „Hier wohnen Feen“. Das ganze Haus inklusive der Besitzer war einfach irgendwie zauberhaft.

Am nächsten Morgen war ich bereits um sieben Uhr wach und sah zwischen den Vorhängen ein Stück blauen Himmel. Begeistert vom Wetter zog ich die Vorhänge auf und rief „Oh mein Gott!“. Ich konnte direkt auf das Gelände der Abbey schauen und dieser Anblick im sanften Morgenlicht war wunderschön. Schnell ging ich ins Bad um zu duschen, zog mich an und erkundete Glastonbury ein wenig. Die Luft war fantastisch. Überall waren Blumen und die Einkaufsstraße ließ erkennen, dass ganz Glastonbury wohl ein großes Shopping Paradies für spirituelle Menschen ist. Trotz des Konsum Angebotes merkte man jedoch auch sofort, dass der Ort von einer Magie umgeben ist, die ich so woanders noch nicht gespürt habe.

Nachdem Frühstück traf sich unserer kleine Reisegruppe und wir gingen zusammen zur Chalice Well. Dort gibt es die rote und die weiße Quelle und einige Bewohner des Ortes füllen sich direkt dort ihr Wasser ab. Der Garten ist sehr weiblich, was schon der erste Brunnen zeigt. Nach der Vorstellungsrunde ging es dann direkt zur ersten Wahrnehmungen, welche wir dann an mehreren Stellen im Garten wiederholten. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, als ob etwas aus meinem Mund heraus in die Erde gezogen wird und recht schnell verbinde ich dieses Gefühl mit dem Amalgam welches noch zum Teil von früheren Zahnfüllungen in meinem Mund ist. Eigentlich habe ich bereits seit einiger Zeit den Plan die Füllungen auszutauschen, habe es dann aber doch noch nicht mit allen gemacht. Für mich also hier bereits das erste Zeichen: ab zum Zahnarzt und das Amalgam austauschen! Seit Monaten zieht es mich zum Wasser. Da ist es natürlich an so einer Quelle in einem so schönen Garten ein kleines Paradies für mich. Die letzten Minuten verbringe ich in der Sonne an dem großen, ersten Brunnen (siehe Foto), reinige meine Rosenquarz Kette und die Kette der dreifaltigen Göttin mit dem weißen Labradorit und genieße das plätschern des Wasser.

Weiter geht es zu den alten Eichen in Glastonbury. Gog und Magog heißen die beiden und sind ziemlich offensichtlich sehr, sehr alt. Wie alt genau, weiß man nicht. Aber die beide Herrschaften sind schon sehr beeindruckend! Auch hier meditieren wir wieder und ich habe das Gefühl, dass die beiden Eichen nahe des Glastonbury Tors für Übergangsrituale genutzt wurden.

 

Anschließend ging es in Richtung Tor. Über einen kleinen Weg gelangten wir zunächst an die Seite des Berges. Im unfassbar flauschigem Gras und mit der Aussicht über das Land hätte ich stundenlang liegen und meditieren können. Wobei das wahrscheinlich relativ schnell in einem langem, erholsamen Schlaf geendet wäre. Der nächste Halt bevor es dann endgültig rauf zum Tor ging, war ein Stein, auf dem zuvor bereits eine andere Frau meditierte. Ich habe selten, wenn überhaupt, einen so weichen Stein angefasst. Auch hier ist die Energie wieder sehr weiblich und es wundert mich nicht, dass er regelmäßig für Mediationen genutzt wird.

Quer feldein und steil Bergauf geht es dann hinauf zum Tor. In meiner romantisch-dramatischen Vorstellung bin ich bereits diverse Male hier oben gewesen und entweder zapp zarapp durchs Tor direkt ins alte Avalon gegangen oder an der Mauer in Tränen zusammen gebrochen aufgrund von einem heftigen Flashback aus einem anderen Leben. Sagte ich bereits, dass ich einen Hang zum romantisch-dramatischen habe? Weder das eine noch das andere Szenario ist eingetreten. Allerdings empfand ich den Ort als sehr kraftvoll. Eine erhabene Ruhe setzte in mir ein und ich genoss den starken Wind, nach 9 Jahren Hamburg ist man an den ja auch gewöhnt, die Aussicht, die Sonne und die Energie. Ich hätte stundenlang dort bleiben können. Mit einem Schlafsack am Seitenhang im flauschigen Gras die Sterne anschauen. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang dort und leicht durchgefroren ging es dann über den regulären Pfad wieder runter nach Glastonbury.

Am nächsten morgen fuhren wir mit dem Taxi nach Stonehenge. Die Anlage ist so aufgebaut, dass die Besucher im Kreis in einem gewissen Abstand zu den Steinen um diese herum gehen können. Das Wetter war wundervoll. Es nieselte leicht, was bei meinem aktuellem Verlangen nach Wasser für mich persönlich traumhaft war. Und es passte auch irgendwie und machte den Ort noch etwas mystischer. Zunächst konnten wir alleine um das Monument herum gehen. Auf der Hälfte der Strecke blieb ich stehen und hatte das Gefühl vor dem Eingang zu sein, da man direkt zur anderen Seite hindurch schauen konnte. Am liebsten wäre ich geradewegs auf den Eingang zugelaufen. Aber so stand ich einfach nur da und war plötzlich wie gebannt. Ritualgesänge von Frauenstimmen spielten sich wieder und wieder in meinem Kopf ab. Krähen flogen umher und ich spürte eine starke Verbindung zu diesem Ort. Da wir uns jedoch alle zeitnah zusammenfinden wollten und Martin dicht bei auf einer Bank saß, ging ich langsam zu ihm über. Und da kamen sie. Völlig unvorbereitet schossen mir die Tränen in die Augen. Ich setzte mich mit auf die Bank und versuchte das Gefühl zu finden und zu begreifen. Allerdings gelang es mir nicht unter meine Verwirrtheit zu schauen.

Und so ließ ich die Tränen einfach zu, bis sich meine Emotionen wieder beruhigten. Was ich insgesamt bei der Reise spannend fand, war, dass sich die Wahrnehmungen in den Meditationen oftmals decken oder sich gegenseitig ergänzen. So hatte ich auch bei der Stonehenge Mediation das Gefühl, dass die großen Steine eher dem Schutz dienen und in der Mitte ein Lichtstrahl nach oben fließt. Außerdem sah ich in der Mitte des Steinkreises eine Spirale. Wenn man sich auf diese Wahrnehmungen einlässt, fragt man bzw. ich mich manchmal immer noch ob meine Fantasie gerade mit mir durch geht. Wenn dann aber auch andere ähnliches Berichten, ist das immer ein sehr schönes Zeichen dafür, der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Ein richtig oder falsch gibt es eh nicht.

Als nächstes ging es dann weiter in Richtung Avebury. Dabei kamen wir an einem ehemaligen Kornkreis vorbei, welche dort wohl wenige Wochen zuvor entstand. Spannend war, dass dort wo der Kornkreis war, das Gras wuchs während auf dem Rest des Feldes die kurzen Stoppeln des gemähten Getreides zu sehen waren. Der Kornkreis bestand aus einem Kreis und außen dran noch  feine Linien. Um also in das Zentrum zu kommen, musste man erst über die feinen Linien gehen. Ich achtete zunächst gar nicht genau auf die Linien des Kornkreises, weil ich zu sehr damit beschäftigt war Steine zu sammeln. Wahrscheinlich werde ich mit dem gesammelten Material in wenigen Jahren mein eigenes Stonehenge machen, da ich auf jeder Reise grundsätzlich auch Steine mit nehme. Plötzlich hatte ich das Gefühl, durch eine unsichtbare Wand zu gehen. Mauer trifft es eher. Das war so ziemlich dort, wo die Linien des Kornkreises los gingen. Im Kornkreis drinnen beschleunigte sich dann mein Herzschlag und ich bekam einen Druck auf dem Brustkorb. Ich fing erst an meinen Schal zu lockern, was jedoch nicht half. Wie muss es hier wohl gewesen sein, als der Kornkreis frisch war? Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass diese Energie nicht ganz so mein Ding ist, weshalb ich relativ schnell wieder aus dem Kreis ging und mich entfernte. Trotzdem war es ein spannendes Erlebnis.

Avebury. Dort gibt es einen riesigen Steinkreis durch den eine Straße führt. Bereits beim hindurch fahren wurde ich auf einen der größeren Steine aufmerksam, weshalb ich relativ zügig an den anderen vorbei ging und der Gruppe ein wenig vorauseilte. Aber der riesige Stein mit dem „Sitz“ in der Mitte, hatte es mir sofort angetan. Von dort aus sieht man eine kleine Baumgruppe. Für alle die dort irgendwann einmal sein werden: geht auf jeden Fall auch zu den Bäumen. Dort gibt es ebenfalls tolle „Sitze“ und die Bäume und Wurzeln sind ziemlich beeindruckend!

Danach ging ich wieder auf die Wiese und setzen mich zentriert zu den beiden großen Steinen, welche wohl mal den Eingang dieses Steinkreises bildeten und genoss die Sonne und die Energie des Ortes. Der Sonnenuntergang, welchen wir leider nur aus dem fahrenden Taxi erleben konnten, war an diesem Abend fantastisch.

Am nächsten morgen klingelte der Wecker um 5:00 Uhr. Jeder der Lust hatte, konnte zum Tor hinauf gehen um den Sonnenaufgang zu sehen. Die Hälfte unserer Gruppe hatte sich aufraffen können und versammelte sich nach dem Frühsport auf dem Berg. Der Sonnenaufgang war wunderschön. Jeder war gedanklich wahrscheinlich bei seinem ganz eigenen, kleinen Ritual. Ich nahm die ersten Sonnenstrahlen sehr energetisierend wahr und bedankte mich für den kommenden Tag. Das Leben ist ein Geben und Nehmen und oftmals wird das Geben höher angesehen als das Nehmen. Doch muss beides in Balance bleiben und das Empfangen ist ebenfalls ein wichtiger Teil. Daher sagte ich mir in Gedanken immer wieder, dass ich bereit bin, Liebe zu empfangen und alle Geschenke und Erfahrungen die mein höheres Selbst und das Universum mir heute machen dankend anzunehmen.

Gegen 6:20 Uhr gingen wir gemeinsam wieder hinunter. Ich habe mich morgens um diese Uhrzeit noch nie so gut, frisch und aufgetankt gefühlt. Auch wenn es schwer ist, sich morgens aufzuraffen und aufzustehen, kann ich auch hier nur jedem empfehlen, dies mindestens ein Mal zu machen und den Tag vom Glastonbury Tor aus zu begrüßen.

Gegen 10 Uhr gingen wir dann in die Glastonbury Abbey, welche direkt auf einer der sogenannten Ley Linien liegt. Als ich näher zum Altar ging, kam in mir das Gefühl einer bockigen Priesterin auf, der es so gar nicht gefällt, dass der Laden hier nun von den Männern übernommen wird und sie sich beugen muss.

Das Gelände der Abbey ist wunderschön und es gibt viele sehr schöne Ecken zum verweilen und meditieren. Besonders spannend dies mal direkt auf der Ley Linie zu machen, welche direkt durch die Abbey geht. Für alle Fans der Avalon oder Artus Saga. Angeblich ist König Artus dort begraben 😉

Den Nachmittag hatten wir dann zu freien Verfügung und die meisten sind wohl dem Konsumrausch unterlegen, inklusive mir.^^

Am nächsten Morgen gingen wir zu viert wieder auf den Tor Berg um den Sonnenaufgang zu sehen. Besonders schön war diesmal, dass das Land ein wenig im Nebel lag. Dann hieß es Frühstücken, Koffer packen und noch ein wenig durch Glastonbury schlender, bevor uns das Taxi dann zum Atlantik und nach Tintagel bringen sollte….

Weiter geht es dann im nächsten Teil. Wer sich jetzt schon für die Reise/n von Martin interessiert, kann entweder direkt auf seine Seite schauen: http://www.geomagische-reisen.de/

Oder einfach mal bei Facebook rein klicken: https://www.facebook.com/GeomagischeReisen?fref=ts

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