Von der Diagnose bis Heute Teil 1

Wie ihr ja bereits aus dem letzten Beitrag wisst, spiele ich mit dem Gedanken, mir die Brüste komplett entfernen zu lassen, weil mich immer wieder die Angst überkommt (insbesondere nach der letzten Nachsorge), das sich vielleicht irgendwo wieder ein Krebs manifestieren könnte. Wie ich in einem kleinem Nebensatz auch erwähnte, geht mir das eigentlich ziemlich gegen den Strich. Nach allem was ich in den letzten Monaten gelesen und gelernt habe, ist etwas abzuschneiden, keine Garantie dafür gesund zu bleiben. Im Gegenteil. Wenn man nicht an das Thema ran geht und einfach nur den kranken Teil, also das Symptom, abschneidet, besteht eher die Gefahr, dass sich das Symptom an anderer Stelle erneut manifestiert um auf die Ursache aufmerksam zu machen.

Nun werden einige von euch vielleicht gar nicht mehr mit kommen und sich fragen was ich hier von Symptomen und Ursachen rede. Also will ich einmal versuchen, euch die letzten Monate so einfach und so schnell es geht zu erklären.

Das erste erste was ich meinen Arzt fragte als wir die Therapie besprachen war, ob ich irgendwas zusätzliches tun könne um meinen Heilungsprozess zu unterstützen. Er sagte mir, das tatsächlich Unterschiede im Heilungsverlauf festgestellt wurden, wenn die Patienten die Chemo nicht als schädliches Gift ansehen, sondern immer kleine Helfer oder Krieger visualisieren, die die Krebszellen sprengen. Nachdem ich bereits von Wünsche ans Universum gehört hatte und vielen Dingen sehr aufgeschlossen gegenüber stand, tat ich auch genau das immer und immer wieder. Nicht nur während der Chemo sondern auch dazwischen. Außerdem beschäftigte ich mich das erste Mal mit Ernährung. Ich hatte irgendwo gehört, dass Tomaten bzw. gekochte Tomaten einen Antikrebs Stoff in sich hatten. Hinterfragt habe ich das nicht, jedoch habe ich mir sofort einen riesigen Topf Tomatensuppe gekocht. Die dritte Sache die ich sofort tat, war in mein Mineralien Buch zu schauen. Seit ich ein kleines Kind bin liebe ich Steine und dementsprechend auch die wunderschönen Mineralien und Heilsteine die es gibt. Von der Mutter meines Freundes hatte ich einige Monate vorher ein Buch geschenkt bekommen, in dem alle Informationen zu den Steinen stehen. Angefangen von Farbe und Vorkommen bis hin zu körperlichen und psychischen Wirkungen. Ich schaute im Register hinten ob es eventuell auch was „gegen“ Brustkrebs gab. Und tatsächlich waren dort mehrere Steine aufgezählt. Unter anderem der Mondstein. Und das ist eine anderen ganz große Leidenschaft von mir. Das Universum, die Sterne und Planeten und natürlich der Mond. Also war sofort klar, dass ich mir eine Mondsteinkette holen würde. Es konnte ja nicht schaden, auf allen Ebenen ein wenig die Heilung zu unterstützen.

Das Zwischenergebnis war übrigens, dass der Tumor nach zwei von 16 Chemos bereits um die Hälfte verkleinert war.

Ab und zu war ich bereits bei Hanna zur Aura Behandlung. Jedoch verstand ich einiges noch nicht genau. Was war noch mal das innere Kind? Und wie soll ich das heilen? Selbstliebe? Aber ich dachte immer das man sich selbst doch mag, oder liebt? Auch wenn ich das ein oder andere noch nicht verstand, ging es mir doch nach den Behandlungen immer besser.

Dann erinnere ich mich, dass ich während der Chemo nicht an das Thema gehen wollte. Ich wusste immer, dass ich mich irgendwann der Ursache von meinem Krebs stellen musste und auch wollte, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich schon das Gefühl, dass mehr dahinter steckt als „Pech gehabt“. Jedoch hatte ich nicht die Kraft auch noch das Thema abzuarbeiten während der Chemo und dem was danach folgte. Also schob ich das Ganze erstmal nach hinten.

Im März las ich dann „Skinny Bitch“. Bereits einige Monate vorher habe ich ein Buch gelesen in dem es darum ging, dass Milch und Milchprodukte in Verdacht stehen Brustkrebs zu erzeugen und in dem eine Frau, fünf Mal erkrankte und erst gesund blieb, als sie keine Milchprodukte mehr aß. In „Skinny Bitch“ geht es in erster Linie um Ernährung. Das Buch polarisiert sehr stark, was man den Bewertungen im Internet entnehmen kann. Ich persönlich fand es sehr hilfreich und ich machte sofort einen veganen Monat. Danach aß ich nur noch ab und zu Fleisch und versuchte immer weniger tierische Produkte zu essen. Das war das erste Mal, dass ich mich wirklich mit Ernährung beschäftige.

Im Mai knallte es dann richtig. In einem Zeitraum von nur drei Tagen passierten zwei Dinge im privaten Bereich, die so undenkbar sind, dass ich sofort wusste „Hier soll ich was lernen.“ Wie ihr meinem Tagebuch entnehmen könnt, war der Mai der zu dem Zeitpunkt psychisch schwerste Monat für mich. Allerdings war ich auch da noch mittendrin. Es standen mir noch OPs bevor, die Bestrahlung, ich hatte mein Höchstgewicht von 95Kg und dann auch noch zwei Mal Ablehnung zu erfahren im für mich schlimmsten Ausmaß wie ich es mir jemals hätte vorstellen können. Wo soll man da anfangen sich zu sortieren?

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was ich in dem Durcheinander als erstes Tat. Ich fühlte mich oft wie gelähmt und hatte das Gefühl gar nichts machen zu können und einfach abwarten zu müssen. Außerdem hatte ich meinen ersten richtigen großen Nervenzusammenbruch hinter mir. Yay! Ich glaube ich habe das komplette Haus zusammen geschrien. Mich wundert es immer noch, dass kein Nachbar mal klopfte um zu fragen ob alles in Ordnung sei^^

Drei Monate später kam dann wieder ein großer Knall. Dachte ich vorher schon, dass die Ereignisse im Mai schlimm gewesen seien, wurde ich Anfang September etwas besserem belehrt. Zwar hatte ich in der Zwischenzeit schon über 10 Kilo abgenommen, die Bestrahlung hinter mich gebracht und auch die Wunde sah mittlerweile so gut aus, dass wohl keine weiteren OPs statt finden mussten und ich dachte, dass ich mich wieder etwas gefestigt hatte, als besagtes Ereignis passierte, in dem ich auch in Viel trinken entgiftet den Körper. Und was entgiftet die Seele? berichte. Ich hatte das Gefühl wieder total zurück geworfen worden zu sein. Und etwa in dem Zeitraum begann ich auch, mich wieder mehr dem inneren Kind zu widmen und das Thema Selbstwert und Selbstliebe aufzuarbeiten. Oder sagen wir, ich fing damit an. Ich ging wieder zu Hanna und machte ein paar Aura Behandlungen um wieder etwas sortierter und klarer zu sein, mich zu erden und Denkanstöße zu bekommen. Tatsächlich sehe ich gerade, dass ich am 07.09.2012 direkt ein Hörbuch bei Audible kaufte „Versöhnung mit dem inneren Kind“. So langsam fing ich also an, mich mehr für „andere“ Dinge zu interessieren. Dinge, die über die materielle Welt hinaus gehen. Es folgte Ende Oktober  „Was will mir mein Körper sagen“  und Anfang November „Mich selbst lieben lernen“, beides von Robert Betz.

Wenn man anfängt, bzw. als ich anfing diese Bücher zu lesen und Hörbücher zu hören, verstand ich nicht alles sofort. Aber nach und nach sickerte immer mehr durch. Ich fühlte mich besser. Die Dinge erschienen mehr Sinn zu ergeben. Manchmal fühlte ich mich, als ob das Universum und ich eins sind. Besonders dann, wenn ich bestimmte Lieder hörte. Langsam fing sich meine Welt an zu verändern. Das Universum schickte mir eine wundervolle, liebe Person, mit der ich mich über all diese Dinge austauschen konnte. Wenn man sagt, man ist auf einer Wellenlänge, dann traf dies auf jeden Fall auf uns zu.

Ende November, ich war also gerade zwei Monate dabei, mich mit den Dingen zu beschäftigen und langsam „heil“ zu werden, wie man so schön sagt, kam dann Knall Nummer drei. Die erste Nachsorge. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass alles gut sein muss, so war ich doch unglaublich angespannt und nervös. Als die Ärztin dann sagte, dass nun mit der anderen Brust was nicht in Ordnung sei, fiel ich aus allen Wolken. Wie es da weiter ging könnt ihr detailliert in dem vorherigen Beitrag lesen.

Auch wenn ich eigentlich ein Gutes Gefühl hatte, ist eine Ärztin die einem sagt, dass etwas nicht in Ordnung sei ziemlich mächtig. Mit dieser Aussage erzeugte sie so große, unvorstellbare Angst in mir, dass ich zunächst nicht wusste, wie ich die Woche bis zum MRT überstehen sollte. Wahnsinnig. Getrieben von meiner Angst kaufte ich mir zig Bücher und vor allem auch Hörbücher und bekam einen Intensiv Kurs im Leben. Ich hörte alles! Von „Liebe deinen Körper – von Louise Hay“ über Chakren Reinigung, „Die neue Dimension der Selbstliebe“, „Heilen mit Zahlen“ etc. Alles was ich las und hörte, saugte ich auf.

Die drei Tage vor dem MRT war ich als Make-up Artist gebucht. Ich hatte so unglaubliche Angst, dass ich mich immer wieder innerlich ermahnen musste mich auf die Arbeit zu konzentrieren und nicht vor Angst anzufangen zu heulen. Auf der anderen Seite war da ein Bauchgefühl, dass sich immer wieder versuchte Gehör zu verschaffen. „Da ist alles in Ordnung“. Wie bereits in dem Beitrag vorher erwähnt, versuchte ich dann etwas, was ich in den Tagen zuvor gelernt hatte. Aber Sachen in der Theorie zu lernen und zu wissen ist ein himmelweiter Unterschied und bedeutet nicht gleich, diese dann auch umsetzen zu können. Ich sprach mit meiner Angst. Innerlich.

Ich sagte ihr hallo und dass ich sie sehr wohl wahr nahm. Aber das es schön wäre, wenn sie für ein paar Minuten verschwinden würde, da ich mich dann besser auf die Arbeit konzentrieren kann. Denn wie ich von Robert Betz gelernt habe, soll man seine Gefühle annehmen und zulassen und bejahen.  Außerdem sagte ich innerlich, dass es egal ist, was beim MRT raus kommen würde, dass mich entschließe zu leben. Und dann wurde die Angst von mir genommen. Es hört sich ziemlich absurd an wenn ich das sage oder schreibe, aber ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass jemand die Angst an die Hand nimmt und sagt „komm, wir gehen jetzt zu jemand anderen“. Und danach war ich befreit und konnte das erste Mal seit Tagen wieder durchatmen. Völlig angstfrei.

Natürlich hatte ich noch ein mulmiges Gefühl während des MRTs, aber als die Ärztin danach sagte, dass alles ok sei und sie auf dem MRT nichts erkennen konnte, war ich unendlich dankbar, glücklich und frei. Jedoch sollte es noch mal von einem anderen Arzt gecheckt werden. Dieser Termin war jedoch erst Ende Januar. Es sollte noch ein Ultraschall gemacht werden und zur Not eventuell eine Stanze entnommen werden.

Aber zurück zum Dezember 2012. An dem kommenden Wochenende hatte ich dann mein erstes von insgesamt fünf Aura Seminaren. Dort lernte ich dann das erste Mal, was es eigentlich genau mit der Aura, dem Energiefeld des Menschen auf sich hat, wie dort Blockaden entstehen, wie man diese lösen kann etc. Ich tauchte immer mehr ein in die fein stoffliche Welt, in dass, was wir an den Schulen nicht gelehrt bekommen, in dass, was einen so großen Teil von uns und dem Leben ausmacht. Ich hatte mir sogar Engels Karten von Doreen Virtue geholt und damit ganz erstaunliche Erlebnisse gehabt.

Auch wenn ich mich schon lange für Dinge interessiert habe, die man vielleicht wissenschaftlich nicht belegen kann oder die nur schwer zu (be-) greifen sind, so habe ich rückblickend erst im Dezember wirklich angefangen mich intensiv mit all dem auseinander zu setzen. Natürlich hatte ich auch in den Wochen davor bereits das ein oder andere Buch gelesen, weil ich meine private Situation sowie die Sache mit dem Krebs etwas besser verstehen wollte. Allerdings hat mich erst meine große Angst Ende November dazu gebracht noch weiter zu gehen. Und, auch wenn es sich als harmlos herausstellte, muss ich der Ärztin von damals dafür danken, dass sie die Angst wieder so präsent gemacht hat. Denn ohne diese Angst, wäre ich nicht tiefer gegangen…

Schreib einen Kommentar


Name*

Email(wird nicht veröffentlicht)*

Website

Dein Kommentar*

Kommentar posten

*

Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: